geniessen mit gutem Gewissen

Was gibt es über uns zu erzählen ...

Meine Eltern hatten schon immer Kühe. Nicht viele, 1 oder 2 meistens. Jeden Morgen und Abend ging meine Mutter damals zu den Kühen auf die Wiese, um sie zu melken - im Schlepptau immer unsere Hauskatze. Als mein Vater starb, führte ich die Viehhaltung so gut ich konnte weiter. Ich machte eine Ausbildung zum Kunststoff-Formgeber und studierte im Anschluss daran Kunststoff-Technik. Denn, so meine Mutter, „in der Landwirtschaft kannst Du nichts werden.“
Mit dem Studium wollte es allerdings nicht so recht voran gehen, denn mein eigentliches Streben hing an Kühen, Traktoren und dem Arbeiten mit der Natur. Meine Frau bestärkte mich in dem Wunsch, die Landwirtschaft auszubauen. Und so wurden aus anfänglich 2 Kühen – Hella und Meta – mittlerweile über 200 Tiere, deren Namen ich nicht mehr auswendig sagen kann. 

 

Wir hatten einen steinigen Weg vor uns. Von Anfang an lag uns das Tierwohl am Herzen und schon zeitig waren wir uns einig, dass die Tiere im Winter nicht im häuslichen Stall bleiben sollten. Damals war es üblich, auch aus Platzgründen, die Tiere anzubinden.
3 bis 4 Monate bei schlechter Luft in kleinen Ställen zehrten an den Tieren und förderten Krankheiten. Die Tiere fühlten sich sichtbar unwohl. Also ließen wir die Tiere auch im Winter draußen, bauten abenteuerliche Schutzhütten und sahen über das Kopfschütteln unserer Mitmenschen hinweg.

 

Dann kam die BSE-Krise. Und so paradox es auch klingt, sie wurde unser Helfer. Plötzlich war Freilandhaltung die einzig wahre Haltungsform. Tiere im Winter in den Stall? Das war auf einmal verpönt. Also alles richtig gemacht!
Im weiteren Verlauf beteiligten wir uns an der „Förderung umweltschonender Landwirtschaft“, setzten uns für Artenschutz und Artenvielfalt ein und wurden vom Land Rheinland-Pfalz für unser betriebliches Naturschutzkonzept und Engagement als „Partnerbetrieb Naturschutz“ ausgezeichnet. 
Mittlerweile sind wir über weite Teile der Kroppacher Schweiz verstreut. Unsere Tiere finden Sie in kleineren Herden z.B. in Limbach, Astert, Mörsbach, Burbach, Malberg und Kundert, aber auch in Linden und Dreifelden. Und natürlich auch in Atzelgift.


Unsere Entscheidung, als Bioland-Betrieb unser Land nachhaltig und ökologisch zu bewirtschaften sowie unsere Tiere artgerecht und respektvoll zu behandeln, bestärkt uns jeden Tag in unserem Handeln.


Biohof Raimund Schneider

Flustraße 1

57629 Atzelgift

E-Mail: info@biohof-schneider.de

Telefon: 0171 6984513