Chickeria

Hallo! Mein Name ist Larissa und ich mag besonders die Hühner auf unserem Hof. Ganz besonders mag ich "Agent Hühnchen", die ich auf dem Foto auf dem Arm halte.

 

Unsere Hühner sind eigentlich immer frei auf unserem Hof gelaufen und haben überall Eier hingelegt. Dorthin, wo sie gerade wollten. Mal zwischen die Heuballen, mal auf den Radlader, in den Trecker und auch in den Bullenstall. Angst haben sie eigentlich nie gehabt. Das lag wohl auch an Geronimo, unserem Hahn, der sie immer verteidigt hat.

 

Seit April 2020 haben wir ein großes Hühnermobil mit 220 Hühnern und einem Hahn - dieser heißt jetzt Hankook. Ein Hühnermobil ist ein Hühnerstall auf Rädern. Auf Rädern deshalb, damit die Hühner regelmäßig auf frische Wiesen gefahren werden können und immer frisches Futter finden (Gras, Samen, Körner, Würmer) sowie neuen Boden zum Scharren und Buddeln. Außerdem wird der Boden geschont, da er nicht übermäßig beansprucht wird. Hühnerkot ist zwar guter Dünger - aber auch das nur in Maßen.

 

Im Inneren ist das Hühnermobil wie ein normaler Hühnerstall aufgebaut. Es gibt ausreichend Sitzstangen, Futter den ganzen Tag zur freien Aufnahme und ständig frisches Wasser. Ihre Eier legen sie in Gruppennester, die mit Dinkelspelz ausgelegt sind. Im "Erdgeschoss" gibt es einen Scharraum, den die Hühner gern nutzen, wenn es draußen zu warm ist oder wenn es regnet. Dann sieht man nur recht wenig Hühner auf der Wiese. Im Scharrraum warten sie auch ungeduldig darauf, dass die Auslaufklappen morgens aufgehen und den Weg in den Auslauf freimachen. Hühner buddeln gern tiefe Löcher in den Boden, um sich darin das Gefieder zu reinigen bzw. von Ungeziefer zu befreien, oder auch, um sich im Sommer zu kühlen. Im Scharrraum stehen hierfür zwei Sandbäder zur Verfügung, die mit Dreck, Sand, Asche und Urgesteinsmehl gefüllt sind. Dadurch können sie ihrem Bedürfnis nach Körperpflege zusätzlich nachgehen.

 

Eine Stunde nach Sonnenuntergang schließen sich die Auslaufklappen wieder. Keine Sorge - die Hühner finden rechtzeitig den Weg in das Hühnermobil. Kein Huhn will die Nacht unter freiem Himmel verbringen. Hühner haben nachts gern ein "Dach über dem Kopf" und suchen immer höhergelegene Plätze zum Schutz auf. Sobald die Sonne untergeht, wandern sie nach und nach in das Hühnermobil. Nie alle gemeinsam - jedes Huhn hat seinen eigenen Rhythmus. Manche sichern sich gern früh den besten Platz auf den Sitzstangen (die im Grunde die Bäume/Äste simulieren) und gehen früh schlafen, andere sind Nachtschwärmer und schaffen es quasi in letzter Minute noch in den Stall.

 

Sehr früh morgens - da schlafen wir noch tief und fest - beginnen sie mit der Eiablage. Die meisten Eier sind bis 12 Uhr gelegt, danach sitzen noch die Nachzügler oder Rangniedrigeren in den Nestern.

 

Ein Hühnermobil ist für uns als Landwirt zwar wesentlich aufwändiger als ein Feststall-System. Aber den Tieren ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, ist es uns wert. Und man sieht es den Hennen und schmeckt es den Eiern auch an. 

 

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Biohof Schneider

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